DIE WELT
IST, WIE
DU ISST.

Essen geht durch den Magen und durch den Kopf.

Wie viel Wasser verbraucht mein Mittagessen?

Für die Erzeugung von Lebensmitteln wird viel Wasser verwendet, dieser wird als „Wasserfußabdruck“ oder auch „Virtuelles Wasser“ bezeichnet. Berücksichtigt wird bei der Berechnung sämtliches Wasser, das zur Produktion eingesetzt werden muss oder verunreinigt wird, vom ersten bis zum letzten Produktionsschritt. Bei der Produktion von Rindfleisch müssen beispielsweise der Wassereinsatz für den Anbau und die  Verarbeitung von Tierfutter, der Regen, der auf die Weide fällt, das Trinkwasser für das Rind, eine mögliche Wasserverunreinigung bei der Schlachtung und Zerlegung und viele weitere Aspekte berücksichtigt werden.

Besonders wasserintensiv ist die Produktion tierischer Lebensmittel, allen voran Rindfleisch mit über 15.000 Litern pro Kilogramm Rindfleisch. Auch Schweinefleisch (knapp 6000 l/kg), Milchpulver (knapp 5000 l/kg) und Hühnerfleisch (über 4000 l/kg) beanspruchen sehr viel Wasser für die Produktion. Durch den regelmäßigen Verzicht auf Fleisch und weitere tierische Lebensmittel kann somit ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion des persönlichen Wasserverbrauchs geleistet werden.

Auch die Produktion pflanzlicher Produkte kann wasserintensiv sein, jedoch ist der Wasserverbrauch in der Regel sehr viel geringer als bei tierischen Produkten. Durch die Auswahl saisonaler Produkte, die keine zusätzliche Bewässerung benötigen, ist das Einsparpotenzial virtuellen Wassers besonders hoch. Pflanzenbasierte Komponenten und Gerichte sind daher unter dem Aspekt des Wasserverbrauches als durchschnittlich günstiger zu bewerten.

Alternativen für Großküchen:

  • Reduktion/Ersatz tierischer Zutaten und Komponenten in den Mahlzeiten
  • Wählen einer besseren Alternative in der Mahlzeitenplanung
  • Ersatzprodukt nutzen: vermehrt auf Produkte pflanzlichen Ursprungs zurückgreifen, auf saisonale Produkte zurückgreifen, die keine intensive Bewässerung benötigen

Die Verarbeitung von Pflanzlichen Produkten, bestenfalls in der Saison, kann erheblich zu einer Verringerung des Wasserverbrauches eines Gerichtes beitragen. Hierbei können neben überwiegend/komplett pflanzlichen Gerichten auch sehr gut überwiegend tierisch basierte Produkte, bei denen Komponenten durch pflanzliche ausgetauscht oder ergänzt werden, produziert werden. Beispielsweise hat eine Verwendung von Gerstenflocken in der Liaison einer Spinatquiche den Vorteil, dass auch bei einer Reduzierung des Ei- und Sahneanteils eine sehr gute Bindung erzielt werden kann.

Rezepttipp:

Penne mit Gemüse-Linsensugo

Quellen und weitere Informationen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/249969/umfrage/zur-herstellung-von-verschiedenen-nahrungsmitteln-benoetigtes-wasser/

http://www.virtuelles-wasser.de/

 

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/249969/umfrage/zur-herstellung-von-verschiedenen-nahrungsmitteln-benoetigtes-wasser/

Quelle Bild: Photo by Markus Spiske on Unsplash

 

 

Werde auch Du Teil des Projekts und Erzähle uns Deine Geschichte! Werde Storyteller!