DIE WELT
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Essen geht durch den Magen und durch den Kopf.

Frischer Fisch? – um die halbe Welt geschippert!

Ein großer Anteil des Seefisches, der in Europa oder auch in Russland und Kanada gefangen wird, wird zur Zerlegung und weiteren Verarbeitung nach China exportiert.  Dort wird er dann aufgetaut und entsprechend des angestrebten Produktes behandelt, wieder eingefroren und den weiten Weg zurück in z.B. die EU transportiert.

Der Grund für diese weite Reise sind die sehr günstigen Lohnkosten am Verarbeitungsstandort China. Sie lassen den aufwendigen Tiefkühltransport trotzdem lukrativer als eine Zerlegung und Weiterverbreitung der Fangprodukte direkt vor Ort in der jeweiligen Fangregion werden. Den Preis hierfür zahlen jedoch meist die chinesischen Arbeiter: Sie arbeiten häufig unter schlechten Arbeitsbedingungen und Sicherheitsstandards, erfahren keine Arbeitsrechte und erhalten einen Hungerlohn von häufig unter 1,20€ pro Tag.

Darüber hinaus sorgt der lange Transport unter Tiefkühlbedingungen für einen wesentlichen zusätzlichen Ausstoß umweltschädlicher Treibhausgase, der durch die Kühllagerung im Fangebiet drastisch reduziert werden könnte.

Die Konzerne, die die Fischerei und die Verarbeitung in China veranlassen, begründen diese Vorgehensweise allein mit der mangelnden Bereitschaft der Konsumenten, für die Kosten einer Verarbeitung vor Ort im Fanggebiet aufzukommen. Die Stellschraube für die Entwicklung hin zu einer sozial- und umweltverträglicheren Verarbeitung in den jeweiligen Fangregionen liegt somit nicht unwesentlichen beim Kauf der Fischereiprodukte im Supermarkt oder Großhandel.

Interessant für Großküchen:

  • Auswahl der Verwendeten Fischereiprodukte
  • Auswahlkriterien und Alternativen für Fischereiprodukte suchen

Alternativen für Großküchen:

  • Produktaus nachhaltigem Fischfang (MSC und ASC) beziehen
  • Produkt in Bio-Qualität beziehen bei Fischen aus Aquakultur
  • Ersatzprodukt nutzen: Fischkonsum/Produktmenge reduzieren, Ersatzprodukt mit regionaler Zerlegung und Verarbeitung verwenden

Die Qualität der verwendeten Fischereiprodukte sollte stets genau beurteilt werden, bspw. Anhand von Siegeln wie MSC, ASC, Bio- und Fair-Trade-Siegeln. Nachhaltiger Fischfang muss gewährleistet sein, um Überfischung entgegenzuwirken.

Durch den Einsatz von Fischereiprodukten, die in der Region gefangen und verarbeitet wurden wie z.B. in Deutschland gepulte Krabben, können die Produktionsbedingungen nachverfolgt und somit bewusst gewählt werden.

 

Quellen und weitere Informationen:

Hot Spot Analyse zu Fischereiprodukten:
https://www.fh-muenster.de/isun/downloads/hotspot-analyse-fisch.pdf

 

https://www.daserste.de/information/ratgeber-service/markencheck/sendung/ergebnis-iglo-frosta-check-100.html

https://www.fh-muenster.de/isun/hotspot-analyse.php

Quelle Bild: Photo by Aman Bhargava on Unsplash

 

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