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Asiatische Küche lecker für uns – unfair für die kleinbäuerliche Landwirtschaft

Kokosmilch wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss, der Kopra, gepresst und mit Wasser verdünnt. Die Hauptanbaugebiete der Kokosnuss liegen in Asien. Dort sind die Arbeitsbedingungen, aber auch das Einkommen der Bauern und Bäuerinnen sehr schlecht. Die Plantagenarbeiter*innen verdienen oftmals nur etwa 1 Euro pro Tag für 5.000 Nüsse. Das ist ein bitterer Hungerlohn für schwerste Arbeit, dadurch leben 70 bis 90 % von ihnen unterhalb der Armutsgrenze. Die Bauern und Bäuerinnen besitzen das Land auf dem sie arbeiten meist nicht selbst. Die Beziehungen zu Händler*innen und Eigentümer*innen sind dadurch geprägt von starken Abhängigkeiten und kolonialen Besitzverhältnissen. Einige wenige Familien besitzen zwei Drittel des Landes und haben viel Einfluss. Die Kleinbauern und Kleinbäuerinnen hingegen haben keinerlei Marktmacht; Vertragsanbau oder Möglichkeiten zur Partizipation gibt es kaum. Diese ungleichen Besitzverhältnisse sind ein Grund für die Armut vieler Kokosbauern.
Bezug zur Großküche:
Kokosmilch wird häufig für asiatische Gerichte wie Currys eingesetzt und kann tierische Milchprodukte für vegane Rezepturen ersetzen.

Interessant für Großküchen:
• Produkt in Großgebinden in Fair-Trade-Qualität beziehen
• Produkt in Bio-Qualität beziehen
• Ersatzprodukt nutzen: Hafermilch

Grundsätzlich stellt Kokosmilch in Fair-Trade-Qualität eine wichtige Alternative zu dem konventionellen Produkt dar, da hierdurch die Kokosbauern und -bäuerinnen und Plantagenarbeiter*innen einen stabilen Mindestpreis für die Kokosprodukte erhalten, der die Kosten der nachhaltigen Produktion deckt. Jedoch steht Kokosmilch in Fair-Trade-Qualität nicht in Großgebinden zur Verfügung, weshalb in diesem Falle zu einem alternativen Produkt geraten wird. Die Hafermilch kann aus regionalem, in Deutschland angebautem Hafer selbst hergestellt werden. Allerdings ist zu beachten, dass die Rezeptur angepasst werden muss und ein reiner Austausch durch gleiche Mengen nicht ratsam ist. Als Hilfestellung kann hier das Beispiel des Gemüsecurrys unter dem folgenden Link dienen: https://www.nahgast.de/nachhaltigkeitsmanagement/wp-content/uploads/2018/05/NGast_Austausch-der-Zutaten_Curry-1.pdf

Rezepttipp:


Gemüsecurry mit Linsen

Quellen und weitere Informationen:

Göbel, Christine (Hg.) (2017): Hot Spot Analysen zur Bewertung der Produktgruppe „Öle & Fette“. Online unter: https://www.fh-muenster.de/isun/downloads/ergebnisse-hotspotanalyse-oele.pdf. S.124-157.
Quelle Bild: Photo by Jonas Dücker on Unsplash

https://www.nahgast.de/nachhaltigkeitsmanagement/wp-content/uploads/2018/05/NGast_Austausch-der-Zutaten_Curry-1.pdf
https://www.fh-muenster.de/isun/downloads/ergebnisse-hotspotanalyse-oele.pdf

 

 

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